Dresden im Herbst

Gitearrenverstärker vor Elbwiesen mit Frauenkirche und Augustusbrücke.
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10 Tipps, was man in der bunten Jahreszeit in Dresden machen sollte

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler und die Blätter lassen die Bäume noch einmal in einem bunten Farbenmeer erstrahlen. Kein Zweifel, es wird Herbst! Doch auch wenn sich der Sommer nun verabschiedet hat, ist das kein Grund zum Trübsal blasen. Auch im Herbst kann man in Dresden noch jede Menge erleben und vor allem auch genießen. Man muss nur wissen, wie und wo. Hier sind einige Tipps und meine ganz persönlichen Empfehlungen, was man jetzt in der Stadt und der Region unbedingt einmal gemacht haben sollte.

1) Drachensteigen am Dresdner Elbufer

Im ersten Moment mag es nach einer schönen Herbstbeschäftigung für die lieben Kleinen klingen, wenn man sagt “Lasst uns Drachensteigen gehen!”. Doch nicht wenige Eltern freuen sich darüber mindestens genauso sehr. Darf man doch auch selbst für ein paar Augenblicke wieder einmal Kind sein und sich darüber freuen, wenn sich das bunte Konstrukt endlich in den Himmel erhebt. Ob schicke Lenkdrachen, fernöstliche Kasten- oder der klassisch bunte, selbstgebaute Papierdrachen – die mögliche Auswahl an Farben und Formen ist groß.

Der ideale Ort, um einen Drachen steigen lassen zu können, sollte weitläufig und vor allem frei von Bäumen, Strommasten und jeglichen anderen Gebäuden sein. Die Dresdner Elbwiesen sind daher hierfür ideal. Ob am Johannstädter Elbufer, in Kleinzschwachwitz gegenüber von Schloss Pillnitz, zwischen Tolkewitz und Laubegast oder auch zwischen Kaditz und Mickten – überall hier lässt sich eine geeignete Fläche finden. Besonders beliebt sind auch der alte Trümmerberg in der Flutrinne, nahe des Messegeländes, und die Hellerberge in Dresden-Hellerau. Im Oktober steigt hier übrigens auch immer das “Drachenfest im Hechtviertel“.

2) Ausflug in die Weinberge

Dresden und das angrenzende Elbland gelten nicht nur als kleinstes deutsches, sondern auch als nordöstlichstes Weinanbaugebiet Europas. Und so prägen die Weinberge entlang der Elbe von Pillnitz über Radebeul und Meißen die Landschaft.

Gerade im Herbst, wenn die Blätter sich bereits bunt gefärbt hat, ist eine Wanderung entlang und durch die Weinberge ein ganz besonderes Erlebnis. Bei einer Rast lassen sich dann mit etwas Glück noch einmal die wärmenden Sonnenstrahlen des Goldenen Oktobers genießen. Oder man kann dem Nebel zuschauen, wie er sich gemächlich durch das Elbtal windet. Beim Besuch in einer nahegelegenen Besen- oder Straußwirtschaft können die edlen Tropfen dann auch verkostet und genossen werden.

Ein Veranstaltungshighlight der Region sind ganz klar die zahlreichen Weinfeste entlang der Sächsischen Weinstraße. Mein persönlicher Favorit (und glücklicherweise noch mehr oder weniger ein Geheimtipp) ist das Wein- und Erntedankfest an der Pillnitzer Weinbergskirche.

3) Besuch der Elbschlösser

Die drei markanten Schlösser oberhalb des Elbhanges, Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg und das sogenannte Lingner-Schloss, eignen sich perfekt für einen kleinen Ausflug am Nachmittag. Hier kann man entspannt durch die herbstlich bunt gefärbten Parkanlagen spazieren und genießt von den Terrassen einen fantastischen Blick auf die Stadt und über das Elbtal. Bei Regenwetter kann man sich das “Scheelchen Heeßen” und ein Stück Eierschecke im Restaurant Lingnerterrassen schmecken lassen. Bei trockner Wetterlage lohnt auf jeden Fall ein Besuch am Weinberg von Winzer Lutz Müller. Inmitten der Rebstöcke locken hier ein Weinausschank, leckerer handgemachter Flammkuchen und eine fantastische Aussicht.

4) Kastanien sammeln im Großen Garten

Der im Stadtzentrum gelegene Große Garten ist mit 1,8 Quadratkilometern Fläche Dresdens größte Parkanlage. Bei einem Spaziergang entlang der zahlreichen unter Bäumen verlaufenden Wege vergisst man schnell, dass man sich mitten in der Großstadt befindet. Besonders im Herbst lässt es sich hier besonders genießen, wenn die Laubfärbung den gesamten Park in eine buntes Farbenmeer taucht. Besonders beliebt bei kleinen Parkbesuchern ist das Sammeln von Kastanien, die man hier an zahlreichen Orten finden kann. Eltern sollten daher nicht nur einen großen Tragebeutel, sondern auch ausreichend Zeit mitbringen.

Doch nicht nur die lieben Kleinen sind gern mal auf der Jagd nach Sachen, die von den Bäumen fallen. Gerade im Herbst sieht man hier im Großen Garten vielerorts Eichhörnchen durch zwischen den Bäumen und über die Wiesen springen.

Ein absolutes Highlight für Groß und Klein ist eine Fahrt mit der Parkeisenbahn. Auf einer Strecke von 5,6 Kilometern fährt die Miniaturbahn nun schon seit mehr als 60 Jahren durch den Park. Die Fahrt führt vorbei an Wiesen, wo man Familien beim Drachensteigen beobachten kann, dem beliebten Gondelteich Carolasee, dem Haltepunkt “Bahnhof Zoo”, der Freilichtbühne Junge Garde und dem Palais im Großen Garten der daran anschließenden Teichanlage.

Und weil man nach so vielen Erlebnissen und einem langen Tag auch schnell hungrig wird, empfiehlt sich ein anschließender Besuch im Restaurant Torwirtschaft. Hier gibt es, passend zum Herbst, leckeren Flammkuchen in verschiedenen Variationen.

5) Ausflug zum Schloss Moritzburg

Es muss nicht immer nur die Stadt Dresden sein, wo man seine Herbsttage verbringen kann. Auch die Umgebung ist immer einen Besuch wert. Das ehemalige Jagdschloss Moritzburg, erbaut unter August dem Starken, ist ein wunderbares Ausflugsziel im Herbst.

Die Veranstaltungshöhepunkte der Herbstzeit in Moritzburg sind ganz klar die Hengstparaden des Sächsischen Landesgestüts und das große Abfischen des Schlossteichs im Rahmen des Fisch- und Waldfests Ende Oktober.

Wer es eher etwas beschaulicher mag, der sollte durch den hinter dem Schloss gelegenen Schlosspark in Richtung Fasanenschlösschen spazieren. Hier befindet sich dann übrigens auch der einzige Binnenleuchtturm Sachsens. Zurück nach Dresden oder von Moritzburg aus weiter bis nach Radeberg kann man dann die Fahrt mit der historischen Lößnitzgrundbahn antreten, einer heute noch aktiven Schmalspurbahn.

6) Heiße Schokolade löffeln in der Schokoladenbar (Dresden-Neustadt)

Schon die Inkas wussten, dass sich mit dem Genuss von Schokolade die Stimmung aufhellen lässt. Sie ist also perfekt geeignet, um an kühlen, grauen Tagen für ausreichend Glückshormone zu sorgen! In der ehemaligen Schokoladenhauptstadt Dresden gibt es da verschiedene Möglichkeiten, um sich ausreichend (und genussvoll) mit dem leckeren braunen Gold den Tag zu versüßen.

Egal ob es die regional hergestellte, handgeschöpfte Schokolade von Pralinenherz aus Dresden-Coschütz sein darf oder die nachhaltig produzierten Schokoriegel Nucao des Dresdner StartUps The Nu+Company, Naschkatzen und Leckermäuler hier einiges zur Auswahl.

Wie motiviert man sich an einem Regentag, noch einmal das Haus zu verlassen? Am besten mit dem Ziel, sich anschließend eine heiße Löffelschokolade in der Schokoladenbar auf der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt zu gönnen. Verbinden lässt sich dieser Café-Besuch gut mit einem Zwischenstopp im Hof der Elemente in der benachbarten Kunsthofpassage. Gerade bei Regenwetter gibt es hier für Besucher ein sehens- und hörenswertes Schauspiel zu erleben.

7) Pilze sammeln in der Dresdner Heide

Die Dresdner Heide, gelegen im Norden der Stadt, ist ein Landschaftsschutzgebiet, das ca. 21% des Stadtgebiets einnimmt.
Mit einer Fläche von knapp 50 Quadratkilometern ist sie Dresdens größtes Waldgebiet und ein ideales Ziel für Pilzsammler.

8) Elbeflohmarkt am Johannstädter Ufer

Wenn die Herbstsonne nach draußen lockt und der Kalender sagt, dass es ein Samstag ist, dann sollte man auf jeden Fall einen Besuch auf dem Elbeflohmarkt an der Dresdner Albertbrücke einplanen. Direkt am Johannstädter Elbufer gelegen, kann hier das ganze Jahr über jede Woche ausgiebig getrödelt und gestöbert werden. Der Eintritt ist kostenlos. Umso mehr bleibt für die kleineren und größeren Einkäufe übrig. Übrigens, die Markttermine reichen auch bis in den Winter hinein. Hier soll es jedoch erst einmal nur um Tipps für den Herbst in Dresden gehen.

9) Morgendliche Fototour in die Sächsische Schweiz

Definitiv nichts für Langschläfer ist dieser Tipp. Diese verpassen dann aber auch ganz besonderes Spektakel. Denn während die Meisten sich lieber die Decke ein wenig höher ziehen und noch einmal gemütlich im Bett herumdrehen, erleben naturbegeisterte Frühaufsteher mit ein wenig Glück ein einzigartiges Schauspiel, wenn die Morgennebel durch das Elbtal ziehen und die Tafelberge der Sächsischen Schweiz umhüllen. Wer denkt da nicht auch an Caspar-David Friedrichs Gemälde “Wanderer im Nebelmeer”.

10) Mal wieder ins Museum gehen

Sollten Wind und Wetter einmal zu sehr beweisen wollen, dass der Oktober nicht nur golden sein kann, dann gibt es zum Glück immer noch die Dresdner Museen. Mit über 50 Museen und 30 Galerien gibt es da auch genügend zu entdecken. Ob Kunst, Kultur, Wissen oder Technik. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei!

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